Komm doch mit auf…

…in der Werbung war es damals der Underberg, der mit dem River Kwai Marsch beworben wurde. Fuer uns ging es allerding nicht auf den Underberg, wir machten unseren ersten laengeren Tagesausflug mit dem Auto und ohne Fahrer nach Kanchanaburi, an die bekannte Bruecke am Kwai. Auch wenn man den Film nicht gesehen hat (so wie ich) und Geschichte jetzt nicht so das Lieblingsfach in der Schule war (genau…so wie bei mir), weiss man doch ungefaehr, was es mit dieser Bruecke und der dazugehoerigen Zugstrecke auf sich hat.

Falls doch etwas geschichtliches Interesse besteht…einfach weiterlesen (ich versuche mich auch kurz zu halten) ansonsten den naechsten Abschnitt einfach ueberspringen.


FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN
1942 war Kanchanaburi unter der Kontrolle der Japaner. Diese wollten eine Verbindung der Eisenbahn Thailands mit Birma (heute Myanmar), um den langen und gefaehrlichen Seeweg zu umgehen. Deshalb zwangen die Japaner ihre Kriegsgefangenen die beruechtigte “Death Railway” von Bangkok nach Birma unter unmenschlichen Bedingungen zu bauen. Etwa 100 000 Menschen starben bei dem Bau der “Death Railway” an den Folgen der harten Arbeit, Folter und Hunger. Darunter waren 13 000 Kriegsgefangene, die vorwiegend aus Grossbritannien, Australien, Neuseeland, den Niederlanden und Amerika stammten. Die anderen Opfer waren hauptsaechlich Asiaten aus Birma, Thailand und Malaysia.

Urspruenglich gab es zwei Bruecken…eine hoelzerne Bruecke, welche zuerst gebaut wurde, und eine aus Beton und Stahl, die 200 m flussaufwaerts der Hoelzernen folgte. Bei der Bruecke, die heute noch ueber den “Mae Nam Khwae Yai” fuehrt, handelt es sich um die spaeter gebaute Stahlbruecke.

An der Bruecke erinnern Gedenktafeln an die schrecklichen Ereignisse und die Toten.


UNSER BESUCH DER ‚RIVER KWAI BRIDGE
Die Bruecke am Kwai liegt ca. 130 nordwestlich von Bangkok und ist in ca. 2 1/2 Stunden zu erreichen. Gerade mit dem geschichtlichen Hintergrund ist der Besuch der Bruecke schon beeindruckend und stimmt nachdenklich.
Was in Deutschland nicht denkbar waere, ist hier ganz normal…man darf naemlich einfach ueber die Bruecke spazieren. Und das, obwohl die Bruecke befahren ist und dreimal am Tag der Zug aus Bangkok kommt. Auch in diesem Fall wird die Bruecke nicht gesperrt. Man weicht dem Zug einfach auf extra angebrachte Inseln an der Bruecke aus…das waere auf jeden Fall nichts für mich. Als der Zug bei unserem Besuch kam, waren wir zum Glueck schob wieder von der Bruecke runter. Ueberquert man die Bruecke, kann man auf der anderen Uferseite einen schoenen chinesischen Tempel besichtigen.


TIPP
Auch wenn unsere Grosse nicht gerade strahlt auf unserem Titelbild, der Ausflug hat ihr wirklich gut gefallen, genauso wie uns. Ein besonderes Erlebnis soll die Fahrt mit dem Zug von Bangkok nach Kanchanaburi sein, wobei man die Bruecke mit dem Zug ueberquert. Dieser Tagesausflug soll sehr schoen und beeindruckend sein und steht auf jeden Fall noch auf unserer Thailand-Bucket-List.

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