Raus aus der Grossstadt Bangkok…

…und auf die kleine Insel Ko Sichang.

FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN
Die Insel Ko Sichang gehoert der Provinz Chon Buri an und liegt ca. 123 km auf dem Festland von Bangkok entfernt und ca. weitere 12 km von der Westkueste bei Si Racha. Die Insel ist 17,3 Quadratkilometer gross und hat ca. 5 000 Einwohner.

EIN WOCHENENDE AUF KO SICHANG
Recht spontan haben wir beschlossen, mal wieder ueber das Wochenende raus aus Bangkok zu fahren. Mein Mann ist bei der Suche nach einem Reiseziel auf die Insel Ko Sichang gestossen und wir haben recht zuegig, und ohne lange zu ueberlegen, gebucht. Auf der Insel findet man keine Luxus Resorts und es gibt “nur” einfache Unterkuenfte zu buchen. Wir haben bei agoda.com, das ist hier in Asien unser bevorzugtes Online-Buchungsportal, nach einer Unterkunft mit den besten Bewertungen gesucht und sind auf das “Ocean View Resort” gestossen…

…und so ging es eine Woche, nachdem wir gebucht hatten, schon recht frueh mit dem Auto Richtung Pattaya los. Wir hatten so frueh wirklich Glueck mit dem Verkehr und sind nach knapp 1 1/2 Stunden schon in Lahm Chabang angekommen. Hier faehrt die Faehre nach Ko Sichang ab. Die Parkplatzsuche gestaltete sich etwas schwierig, aber das gehoert hier in Thailand ja schon fast dazu. Und nachdem wir endlich einen Parkplatz gefunden hatten, natuerlich nicht wirklich in der Naehe des Piers, sind wir mit Tuktuk und Gepaeck wieder in Richtung Pier gestartet.


Beim Kauf der Tickets hat man uns erklaert, dass die Faehre um 11 Uhr faehrt, was auch auf den Tickets so vermerkt war. Nun ist man hier in Thailand recht flexibel, und so ist die Faehre dann auch ne halbe Stunde frueher gefahren…was soll’s…Fahrplaene sind einfach ueberbewertet…

Auf die Faehre gelangte man ueber ein einfaches Brett, welches auf die Faehre und den Steg gelegt wurde. Da das Oberdeck, welches im Freien war, schon besetzt war, mussten wir in das Unterdeck gehen. Dieses war aber leider geschlossen, was bei mir nicht wirklich auf grosse Begeisterung gestossen ist, denn ich habe es auf Booten…gerade hier in Thailand…gerne offen, alles andere versetzt mich doch ein bisschen in Panik. Und so machte sich mein Mann leicht verzweifelt auf die Suche nach einer Moeglichkeit im Freien zu sitzen… ich glaube der Kapitaen hatte Mitleid mit ihm…oder er mochte Farangs (das thailaendische Wort für Auslaender), und wir durften auf der Ueberfahrt auf die “Bruecke”. Die war nun jetzt auch nicht mega offen, aber sie war auf dem Oberdeck, nicht ueberfuellt und man konnte im Notfall durch Seitentueren fluechten. Wer das jetzt nicht so ganz nachvollziehen kann, macht nichts…mein Mann auch nicht wirklich. Aber mir und meiner Logik hat es geholfen…


Auf Ko Sichang angekommen, ging die Reise dann wieder mit einem Tuktuk weiter. Die Thais sind wirklich hilfsbereit…sei es beim Aussteigen von der Faehre, was wieder nicht so ganz kundenfreundlich war, oder weil sie schnell merken, dass man sich nicht so gut auskennt. Hierbei verraet uns meist unser Aussehen, welches uns einfach schnell als Nicht-Einheimischen erkennen laesst…aber so wurde uns schnell ein Tuktuk organisiert, welches uns zum Hotel brachte.

Das Hotel war einfach, aber super sauber und der Eigentuemer war ein sehr freundlicher und bemuehter aelterer Herr. Unser Zimmer hatte einen traumhaften Blick auf das Meer und das grosse “Hello Kitty“-Bett war zumindest fuer unsere Maedels ein Traum.


Auf unserem Balkon genossen wir eine Weile die Ruhe und Aussicht, bevor wir uns auf den Weg machten, die Insel zu erkunden. Hierfür organisierte uns der Hoteleigentuemer ein Tuktuk, welches uns den Rest des Tages ueber die Insel fuhr. Nach einem kleinen Mittagessen ging es zu dem chinesischem Tempel „Chao Por Khao Yai Shrine“ . Ich finde es immer noch faszinierend und spannend, neue Tempel oder Wats anzuschauen, obwohl wir in unserer Zeit hier schon einige gesehen haben…aber es wird mir nicht langweilig. Auch unsere Maedels sind immer noch motiviert und gehen gerne in einen Tempel oder Wat. In diesem hat es sich fuer die zwei aber besonders ausgezahlt, denn die Thais waren wieder einmal begeistert von diesen kleinen blonden und hellhaeutigen Kindern…und unsere Maedels auch, denn sie bekamen einiges an Suessigeiten und Mandarinen geschenkt…

Weiter ging es dann an den Strand „Had ThamPhang Beach“…an dem wir dann das schoene Wetter und das warme Wasser genießen konnten. Da die Maedels aber langsam muede wurden, haben wir unsere Erkundungstour der Insel abgebrochen und sind zurueck in das Hotel gefahren.


Nach einem Fruehstueck mit traumhafter Aussicht und der Gesellschaft eines Affens, setzten wir unsere Erkundungstour der Insel am naechsten Morgen fort. Auf dem Programm stand noch der Aussichtspunkt „Chong Khao Khad“ und die ehemalige Sommerresidenz „Chudhadhuj Rajthan Palace“des frueheren Koenigs Chulalongkorn von Thailand. Die Sommerresidenz des Rama V ist ein wirklich grosses und schoenes Gelaende, welches wir nur teilweise besichtigen konnten.
Im Anschluss fuhr unser Tuktuk-Fahrer uns wieder zum Pier und wir bekamen wieder auserfahrplanmaessig eine Faehre.


TIPP
Vom  Aussichtspunkt „Chong Khao Khad“ soll man Abends einen tollen Blick auf die untergehende Sonne haben…das haben wir leider nicht gesehen, da die Maedels zu muede waren.
Auch gibt es auf dem Gelaende der ehemaligen Sommerresidenz den Aussichtspunkt „Khao Noi Scenic Spot“, von welchem die Aussicht auch besonders sein soll.
Des weiteren ist die Insel Ko Sichang von mehrerern kleinen Inseln umgeben. Bat Island oder Kho Khang Kao soll eine Insel mit sehr schoenem Strand sein, an dem man sehr gut schnorcheln kann. Leider war unsere Zeit doch zu kanpp um alles zu sehen.

Komm doch mit auf…

…in der Werbung war es damals der Underberg, der mit dem River Kwai Marsch beworben wurde. Fuer uns ging es allerding nicht auf den Underberg, wir machten unseren ersten laengeren Tagesausflug mit dem Auto und ohne Fahrer nach Kanchanaburi, an die bekannte Bruecke am Kwai. Auch wenn man den Film nicht gesehen hat (so wie ich) und Geschichte jetzt nicht so das Lieblingsfach in der Schule war (genau…so wie bei mir), weiss man doch ungefaehr, was es mit dieser Bruecke und der dazugehoerigen Zugstrecke auf sich hat.

Falls doch etwas geschichtliches Interesse besteht…einfach weiterlesen (ich versuche mich auch kurz zu halten) ansonsten den naechsten Abschnitt einfach ueberspringen.


FAKTEN, FAKTEN, FAKTEN
1942 war Kanchanaburi unter der Kontrolle der Japaner. Diese wollten eine Verbindung der Eisenbahn Thailands mit Birma (heute Myanmar), um den langen und gefaehrlichen Seeweg zu umgehen. Deshalb zwangen die Japaner ihre Kriegsgefangenen die beruechtigte “Death Railway” von Bangkok nach Birma unter unmenschlichen Bedingungen zu bauen. Etwa 100 000 Menschen starben bei dem Bau der “Death Railway” an den Folgen der harten Arbeit, Folter und Hunger. Darunter waren 13 000 Kriegsgefangene, die vorwiegend aus Grossbritannien, Australien, Neuseeland, den Niederlanden und Amerika stammten. Die anderen Opfer waren hauptsaechlich Asiaten aus Birma, Thailand und Malaysia.

Urspruenglich gab es zwei Bruecken…eine hoelzerne Bruecke, welche zuerst gebaut wurde, und eine aus Beton und Stahl, die 200 m flussaufwaerts der Hoelzernen folgte. Bei der Bruecke, die heute noch ueber den “Mae Nam Khwae Yai” fuehrt, handelt es sich um die spaeter gebaute Stahlbruecke.

An der Bruecke erinnern Gedenktafeln an die schrecklichen Ereignisse und die Toten.


UNSER BESUCH DER ‚RIVER KWAI BRIDGE
Die Bruecke am Kwai liegt ca. 130 nordwestlich von Bangkok und ist in ca. 2 1/2 Stunden zu erreichen. Gerade mit dem geschichtlichen Hintergrund ist der Besuch der Bruecke schon beeindruckend und stimmt nachdenklich.
Was in Deutschland nicht denkbar waere, ist hier ganz normal…man darf naemlich einfach ueber die Bruecke spazieren. Und das, obwohl die Bruecke befahren ist und dreimal am Tag der Zug aus Bangkok kommt. Auch in diesem Fall wird die Bruecke nicht gesperrt. Man weicht dem Zug einfach auf extra angebrachte Inseln an der Bruecke aus…das waere auf jeden Fall nichts für mich. Als der Zug bei unserem Besuch kam, waren wir zum Glueck schob wieder von der Bruecke runter. Ueberquert man die Bruecke, kann man auf der anderen Uferseite einen schoenen chinesischen Tempel besichtigen.


TIPP
Auch wenn unsere Grosse nicht gerade strahlt auf unserem Titelbild, der Ausflug hat ihr wirklich gut gefallen, genauso wie uns. Ein besonderes Erlebnis soll die Fahrt mit dem Zug von Bangkok nach Kanchanaburi sein, wobei man die Bruecke mit dem Zug ueberquert. Dieser Tagesausflug soll sehr schoen und beeindruckend sein und steht auf jeden Fall noch auf unserer Thailand-Bucket-List.